Die Zeit verging wie im Flug! Die Prüfungen waren bald alle vorbei und es kehrte wieder Normalität in unseren Alltag ein.

»Ja, Mum, mach ich. Ja. Na klar, ich bin ja nicht bekloppt! Okay, Mum, ja ich hab dich auch lieb. Bis nächste Woche. Bye.« 

Dank meiner neuen mobilen Empfangsstation für mein Fungphon, konnte ich nun jeden Tag oder ein mal pro Woche (wie ich eben Lust hatte) mit meinen Eltern und mit meiner Schwester telefonieren. Hoch lebe das Fungphon und SkyOwling!

Es war der 22. Juni. Das heißt, es war mein 16. Geburtstag. Ich freute mich schon die ganze Zeit darauf. 

»Hey, Tori. Komm mal mit!«, grinste mich meine beste Freundin an und zog mich an der Hand aus dem Schlafsaal. »Wo gehen wir hin?«, fragte ich lachend. »Wirst du schon sehen«, lachte sie. Wir gingen aus dem Schloss, die Sonne war gerade dabei unterzugehen und die warme Sommerluft wehte durch meine Haare. Jo steuerte den verbotenen Wald an. Mitten im Wald blieben wir dann stehen und plötzlich war da ein kleines Feuer. Rund um den Fuerplatz saßen Ruby, Alice und Frank, Remus und James. Sirius war nicht da. »Happy Birthday, Tori!«, sagten alle und ich lächelte. Die hatten doch wirklich eine Geburtstagsparty für mich organisiert. Ich konnte es kaum glauben. 

»So, du setzt dich jetzt da hin!«, sagte James und drückte mich auf einen Baumstumpf. Nebenei setzte er mir eine goldene Krone aus Pappe schräg auf den Kopf. Jo hatte ihre Gitarre dabei und begann zu spielen:

»Sometimes you think 
You'll be fine by yourself
'cause a dream is a wish that you make all alone
It's easy to feel like you don't need help
But it's harder to walk on your own

You'll change inside
When you realize
The world comes to life
And everythings alright
From beginning to end
When you have a friend by your side
That helps you to find the beauty of all
When you'll open your heart and believe in
The Gift of a Friend

Someone who knows when you're lost and you're scared
There through the highs and the lows
Someone to count on, someone who cares
Besides you where ever you go

You'll change inside
When you realize
The world comes to life
And everythings alright
From beginning to end
When you have a friend by your side
That helps you to find the beauty of all
When you'll open your heart and believe in
The Gift of a Friend

And when your hope crashes down
Shattering to the ground
You'll, You'll feel all alone
When you don't know which way to go
And there's no sign leading you on
You're not alone

You'll change inside
When you realize
The world comes to life
And everythings alright
From beginning to end
When you have a friend by your side
That helps you to find the beauty of all
When you'll open your heart and believe in
When you believe in
When you believe in
The Gift of a Friend... http://www.youtube.com/watch?v=CkssUkDb1Yo«

»Aw, danke Jo!«, sagte ich und umarmte meine beste Freundin. »Das ist wirkich lieb von dir, von euch.«, bedankte ich mich. 
»So, jetzt sind aber die Geschenke dran!«, meinte James und klatschte in die Hände. Ich grinste. 
Von James bekam ich »Quidditch im Wandel der Zeiten«, scheinbar schenkte er das jedem, von Remus bekam ich eine Tüte Bertie Bott’s Bohnen, von Ruby Ohrringe, von Alice ein T-Shirt und von Tony ein Fotoalbum aus unserer Zeit in Salem. 
»Jetzt bin ich aber an der Reihe mit Geschenke austeilen«, grinste Jo und hatte eine Kiste in der Hand. Neugierig nahm ich sie und öffnete vorsichtig den Deckel. Ich konnte kaum glauben, was ich da sah: ein kleiner Waschbär saß in der Schachtel und sah mich interessiert an. »Aw, danke Jo. Das ist echt der Wahnsinn! Ich wollte schon immer einen Waschbären!« »Ich weiß«, lachte Jo und wurde von mir umarmt. »Ich hab noch was: das hab ich in Marokko gekauft, als wir zu Ostern dort waren.« Sie nahm ein kleines Päckchen aus ihrer Hosentasche und reichte es mir. Ich öffnete es. Da lag ein wunderschöner Armreif. Es waren irgendwelche Zeichen eingeritzt, die ich nicht lesen konnte. »Es ist der Armreif der Bint Maat«, zwinkerte sie und zeigte auf ihr eigenes Handgelenk, wo dasselbe Schmuckstück war. 

»Und? Weißt du schon, wie du ihn nennen wirst?«, fragte mich Tony, als ich mich wieder auf den Baumstumpf setzte. »Hm, ich finde, dass Lenny zu ihm passen würde. Es ist doch ein er oder?«, fragte ich grinsend. »Denke schon«, meinte Jo. Ich zuckte mit den Schultern. Ab heute hatte ich einen Waschbären namens Lenny!