Es war ein schöner Tag. Die Sonne schien vom Himmel und es war kaum eine Wolke zu sehen. Da es bereits Nachmittag war, befanden sich die meisten Schüler Hogwarts auf den Ländereien und genossen das wundervolle Wetter. Ebenso Victoria Parker. Sie lag in der Wiese und war gerade dabei eines ihrer unzähligen Schulbücher zu lesen. Bald würden die ZAGs beginnen und Tori war bereits jetzt eine Woche davor bestens darauf vorbereitet gewesen. Es war als hätte sie in der letzten Zeit nur noch ihre Gedanken der Schule gewidmet. Nun ja, nicht ganz. Sie verbrachte ebenso viel Zeit mit ihrem besten Freund Tony und mit ihrer besten Freundin Joana. Für die letzten drei Jahrgangsstufen gab es heute die Möglichkeit nach Hogsmeade zu gehen.

Jo war mit den anderen natürlich ins Dorf gegangen, aber Tori wollte lieber hier bleiben und so sagte auch Tony, dass er es vorziehen würde im Schloss zu bleiben. 

»Tori! Sieh mal, was ich gerade von meinen Eltern bekommen hab’!«, sagte Tony und stürmte auf das Mädchen zu. »Was denn?«, lachte diese und setzte sich auf. Tony hielt einen Katalog in den Händen und wedelte damit vor Tori’s Gesicht herum. »Ein Katalog?«, grinste sie und besah es sich. »Das ist nicht nur irgendein Katalog. Das ist DER Katalog. Die haben wirklich alles da drinnen. Und sogar so ein Teil für das Fungphon, das musst du dir ansehen! Das ist echt genial«, plapperte der Amerikaner aufgeregt. 

Das Mädchen schlug das dicke Heft auf und musste feststellen, dass ihr bester Freund wirklich Recht hatte. Die hatten alles. Angefangen von Kleidung bis hin zu magischen Haushaltssachen und so weiter. Tony zeigte ihr ein Zubehör für das Fungphon. Es war eine mobile Empfangsstation, mit der man überall telefonieren konnte. »Wirklich überall?«, fragte sie den Amerikaner. »Aha auch hier in Hogwarts. Ich hab mir gedacht, das muss ich dir zeigen, du vermisst ja dein Fungphon so«, meinte er und setzte sich neben das Mädchen. »Aw, Tony, du bist süß. Ich hab dich so vermisst!«, sagte sie und umarmte den 16 Jährigen. »Das würde ich auch gern sagen, aber ich kann mich an nichts mehr erinnern, das während meines Komas passiert ist. Aber ich bin froh, dass du da bist. Ich glaube, wenn ich alleine in Salem nhätte bleiben müssen, hätte mir das nicht gut getan.« Tori nickte. Sie hatte ihren besten Freund wirklich sehr vermisst.

»Also; wie funktioniert das mit dem Bestellen?«, lachte Tori und schlug nochmal die Seite auf. »Ja, man schickt ‘ne Eule an SkyOwling mit der Bestellung und die schicken dann die Eule mit dem Paket zurück.« 

Die beiden blieben noch eine Weile sitzen und sahen sichh die verschiedensten Sachen an, die es zu kaufen gab. 



Jo war mit Ruby,James, Sirius und Remus in Hogsmeade. Sie wollte ihre beste Freundin nicht unbedingt zwingen, aber sie fand es schade, dass sie nicht mitkommen wollte. Mit den Jungs war es wirklich lustig, auch wenn sie noch immer auf Sirius sauer war, weil er Tori wirklich wehgetan  hat mit seinem Verhalten. 

Sie waren nun schon zwei Stunden in dem kleinen Zaubererdorf und hatten irrsinnig Spaß. Bereits jedes Geschäft der Einkaufsstraße hatten sie besucht und die fünf hatten auch schon viel gekauft. Besonders Jo. Sie hatte die Jungs in jedes Kleidungsgeschäft geschleppt und wollte bei jedem Teil, das sie anprobiert hatte, ihre Meinungen hören. 

Nun saßen die fünf Gryffindors im Drei Besen und tranken gemütlich Butterbier. Während Sirius mit irgendwelchen Mädchen flirtete und Remus und Ruby sich leise unterhielten, saßen Joana und James einfach nur still da und sahen ins Leere. 

»Für die drei letzten Klassen gibt es zum Schulschluss einen Ball, also für die Schulabgänger. Weißt du schon mit wem du gehst?«, wollte James wissen und nippte an seinem Glas. »Hmm, nun ja… ich wusste ja nicht einmal, dass es einen Ball geben wird. Aber nein, ich weiß noch nicht mit wem ich hingehe. Wer weiß gehe ich überhaupt mit einem Date hin…«, überlegte Jo und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. »Schade«, meinte der Gryffindor. »Wieso?« »Ach, ist nicht wichtig…«

Jo wollte ihm natürlich nicht sagen, dass sie liebend gerne mit ihm hingehen würde, aber sie hatte Angst vor seiner Reaktion. Würde es genauso sein wie bei Sirius und Tori und würde er sie abweisen? Sie wusste es nicht und diese Unsicherheit machte ihr zu schaffen. Allerdings wollte sie in dem Moment nicht wirklich darüber nachdenken, denn immerhin hatten die fünf gerade eine so schöne Zeit und die wollte sie sich jetzt nicht verderben.