„JO! Renn nicht so!“, rief Tori ihrer besten Freundin hinterher, da diese schon fast bei dem Ziegelpfeiler, dem Durchgang zum Gleis 9 ¾, angekommen war.

 

„Mann, Tori! Trödel nicht so rum! Es ist ja schon fast dreiviertel elf!“, meinte Joana fast schon hysterisch.

„So furchtbar! Noch mehr als ne viertel Stunde Zeit, bis der Zug abfährt!“, sagte Tori und verdrehte die Augen.

 

„Und da sollen wir jetzt durchgehen?“, wollte Jo doch etwas skeptisch wissen.

John nickte eifrig. „Klar! Macht Spaß!“, lachte er.

 

Joseph ging als erstes durch, um seiner Tochter zu zeigen, dass sie nicht so skeptisch sein solle.

 

Als dann endlich alle auf dem Gleis 9 ¾ waren, stellte Tori schnaufend ihren Schweren Koffer und den Gitarren Koffer ab.

 

„Wieso hast du ihre Sachen, denn nicht magisch leichter gemacht, John?“, fragte Joseph belustigt.

„Ach weißt du, Joe, die junge Dame hier, wollte natürlich ihren ganzen Schrank, wie immer einpacken. Und ich hab ihr vorher noch gesagt, Tori, pack nicht so viel ein! Ich zauber dein Zeug nicht leichter und wie immer wollte sie nicht auf mich hören, also hat sie alles selbst schleppen können“, lachte John.

 

„Hey, Männer und Mädels!“, sagte ein grinsender Jack Potter, der gerade mit Frau und Sohn neben den drei Parkers und den drei Morenos zum Stehen kam.

 

Neben James stand noch ein weiterer Junge. Er hatte dunkle fast schwarze Haare und Augen. Tori musste sich eingestehen, dass der Typ gar nicht mal so schlecht aussah. Sie vermutete, dass er der Weiberheld von Hogwarts ist.

 

„Tori, Jo, das ist Sirius. Sirius, das sind Tori und Joana“, stellte James uns vor.

„Hi!“, grinste die junge Parker Sirius an.

 

„Tja, Tori, dein Dad und ich müssen dann wieder in die Arbeit!“, sagte Mirabelle zu ihrer Tochter.

„Schon?“

 

„Ja, aber zu Weihnachten sehen wir uns dann ja wieder, oder wir kommen euch mal in Hogsmeade besuchen.“, sie umarmte Tori und fügte dann noch hinzu: „Und wehe ich bekomm von Dumbledore auch nur einen Brief in dem drin steht, was du schon wieder alles angestellt hast! Ich will sowas nie wieder haben wie voriges Jahr, als Jo und du den armen neuen Arithmantik Lehrer gleich am ersten Tag mit Eiern abgeworfen habt!“

 

„Aber Dad hat zu uns gesagt, dass für damals ein Kontrollbesuch von irgendeinem Kerl in Salem geplant war und er hat uns gesagt wie der aussieht und dass wir ihn mit Eiern abwerfen sollen! Können wir ja nicht wissen, dass das der Falsche war! Der sah so aus, wie ihn Dad mir beschrieben hat. Außerdem ist das auch ziemlich schwach von dem, wenn der dann gleich am ersten Tag die Segel gestrichen hat!“, sagte Tori.

 

„Was hast du gemacht, John?“, wollte Mirabelle wütend von ihrem Mann wissen, der daraufhin den Kopf einzog.

„Jack motiviert James auch immer zu solchen Taten, Belle!“, meinte Maria Potter.

 

„Ich will ja gar nicht wissen, Joseph, zu welchen Sachen du unsere Tochter schon angestiftet hast!“, sagte Alena.

 

„Ja, also, wir sind dann mal weg! Bis Weihnachten!“, verabschiedete sich Tori, nahm ihren Koffer und Gitarrenkoffer und Jo’s Hand und versuchte so schnell wie möglich außer Reichweite zu kommen.

 

Die beiden suchten sich ein leeres Abteil und verstauten ihr Gepäck.

 

Tori ließ sich auf die Zugbank fallen und fing an zu lachen.

 

„Hast du gesehen, wie hypnotisiert James dich die ganze Zeit angesehen hat?“, grinste sie.

 

Joana wurde etwas rot und meinte: „Ach ja?“

Wahrscheinlich wollte sie so teilnahmslos wie möglich klingen, was ihr aber fürchterlich misslang.

Dies veranlasste Tori dazu noch breiter zu grinsen.

 

„Lust auf singen?“, fragte Joana um vom Thema abzulenken.

„Klar!“

 

Schnell waren die Gitarren ausgepackt und schon konnte es losgehen.

 

„Well you done done me and you bet I felt it
I tried to be chill but you're so hot that I melted
I fell right through the cracks
Now I'm trying to get back
Before the cool done run out
I'll be giving it my bestest
And nothing's going to stop me but divine intervention
I reckon it's again my turn to win some or learn some

I won't hesitate no more, no more
It cannot wait, I'm yours

Well open up your mind and see like me
Open up your plans and damn you're free
Look into your heart and you'll find love love love love
Listen to the music of the moment baby sing with me
I love peace for melody
And It's our God-forsaken right to be loved love loved love loved

So I won't hesitate no more, no more
It cannot wait I'm sure
There's no need to complicate
Our time is short
This is our fate, I'm yours



I've been spending way too long checking my tongue in the mirror
And bending over backwards just to try to see it clearer
But my breath fogged up the glass
And so I drew a new face and laughed
I guess what I'm be saying is there ain't no better reason
To rid yourself of vanity and just go with the seasons
It's what we aim to do
Our name is our virtue

But I won't hesitate no more, no more
It cannot wait I'm sure

Well open up your mind and see like me
Open up your plans and damn you're free
Look into your heart and you'll find that the sky is yours
Please don't, please don't, please don't
There's no need to complicate
Cause our time is short
This oh this is our fate, I'm yours!”

 

Jemand, der wohl an der Tür stand, klatschte und meinte: „Ihr seid echt der Wahnsinn!“

James.

 

„Danke“, grinsten Tori ihn an.

 

„Wir sind eigentlich gekommen, weil ich euch noch jemanden vorstelle wollte. Also, Tori, Jo, das ist Remus Lupin! Moony, das sind Joana Moreno und Tori Parker!“, sagte James.

Neben ihm stand ein blonder große Junge, wohl auch 15 oder so.

 

„Hallo!“, begrüßte Tori Remus, wie immer grinsend.

 

„Also, ihr zwei spielt echt wahnsinnig gut!“, betonte James noch mal.

„Danke, nochmal!“

 

„Wissen wir, wir spielen ja schon seit 6 Jahren, aber einen Lehrer haben wir nie gesehen!“, grinste ihn Joana an.

 

„Oh, sie packt ihren „Damit kann ich alle Kerle auf mich abfahren lassen“ Wortschatz aus!“, dachte sich Tori grinsend.

 

Ja, auch wenn Jo fast nie so schien, als besäße sie so etwas wie einen „Kerle-auf-reiß-Wortschatz“, hatte sie sich den schon mit 13 angeeignet!

 

„Also, Mädels, da ihr euch ja überhaupt nicht in Hogwarts auskennt, haben sich Sirius und ich gedacht wir könnten euch doch mal das Schloss zeigen, mit all seinen Winkeln!“, grinste James und sah dabei Jo an, die daraufhin errötend wegsah.

Dies veranlasste Tori dazu in einen lachanfall auszubrechen. Sie wollte sich schon nicht mehr einkriegen und fiel irgendwann von der Bank. Am Boden lachte sie natürlich weiter.

Nach einiger Zeit musste sie dann husten und Joana klopfte ihr auf den Rücken, da Tori schon ganz rot im Gesicht war.

 

„Gerne“, nahm Tori das Angebot grinsend an.

 

„Hallo!“, kam es von der Tür.

Dort stand ein blondes Mädchen mit braunen Augen und sah die beiden anderen Mädchen freundlich an.

„Eigentlich wollte ich ja nur Remus suchen, da er nicht im Vertrauensschülerabteil aufgetaucht ist und ich den anderen sagen musste, dass es ihm nicht so gut geht. Aber wie ich sehe, haben wir hier ja zwei neue!“, grinste die Gryffindor.

„Ich bin Ruby Greenwood.“

 

„Hi! Tori Parker und das ist meine beste Freundin Joana Moreno!“, begrüßte die 15-Jährige das blonde Mädchen.

 

„Also, Greenwood, dass Dumbledore ausgerechnet dich zum Vertrauensschüler gemacht hat ist ja wirklich sehr bedenklich! Der Gute wird senil, nehm ich an!“, lachte James.

 

„Klar, Potter, immerhin bin ja ich so klug und halt meine Schandtaten geheim, im Gegensatz zu dir und deinem Freund. Wo ist der eigentlich? Sonst folgt er dir ja auch auf Schritt und Tritt“, machte sich Ruby über James lustig.

 

„Och der ist mal wieder bei einer seiner neuen Freundinnen, kennst ihn ja. Also, Ladies, Moony, ich geh mal meinen Schatten suchen, wie Miss Greenwood so schön gesagt hat. Am Ende saugt sich diese neue Tusse noch an ihm fest und wird fixer Einrichtungsgegenstand“, grinste James in die Runde.

 

„Bye, James!“, sagte Tori.

 

„Ich geh, dann auch mal. Sorry, Ruby. Hab ich vergessen. Danke, dass du für mich hingehalten hast. Bis dann, Jo, Tori.“

Und somit war auch Remus verschwunden.

 

„Auf welcher Schule wart ihr vorher?“, wollte Ruby wissen.

„Wir waren auf Salem, leben aber in England“, antwortete Joana.

 

Die Mädchen unterhielten sich noch eine ganze Weile, kurz vor Hogwarts meinte Ruby dann, dass sie sich wohl besser die Umhänge anzogen, Professor McGonnagal konnte es wohl überhaupt nicht ausstehen, wenn man in Muggelkleidung kam.

 

Die drei 15-Jährigen verstanden sich prächtig und Ruby meinte auch schon, dass sie hoffte, dass Tori und Jo nach Gryffindor kamen.

Sie meinte auch, dass da wohl ziemlich viele Schnepfen waren, sie aber nicht wisse wieso die in Gryffindor waren, wenn sie doch vom Verstand her eher nach Hufflepuff passten.

Und freundschaftlicher Zusammenhalt gab es unter denen wohl auch nicht, denn anscheinend benutzte die eine die andere.

 

„Oh, Mann, also Professor Gorsemoor hat uns nie gezwungen solche … Faltenröcke zu tragen!“, beschwerte sich Tori.

 

„Tja, ich schätz mal, dass das der Unterschied zwischen Amerika und England ist. England ist spießiger!“, lachte Ruby und Tori musste ihr zustimmen.

In Salem konnte sie Muggelsachen anziehen.

 

Am Bahnhof von Hogsmeade stiegen alle Schüler aus.

Neben einem ziemlich großen Mann stand eine im Verhältnis kleine Frau, die sehr verkniffen dreinsah.

 

„Victoria Parker und Joana Moreno?”, fragte die Hexe.

Tori verzog das Gesicht. Sie konnte es nicht leiden, wenn jemand ihren richtigen Vornamen sagte.

Schon mit 5 hatte sie ein Trauma davongezogen, als 10 alte Frauen gleichzeitig auf sie einstürmten, ihr in die Wange kniffen und immer wieder Victoria sagten. Seitdem verbot sie jedem ihren ganzen Namen auszusprechen, jedoch unterließ sie es bei der Professorin, da sie nicht gleich am ersten Tag einen schlechten Eindruck hinterlassen wollte.

 

„Ja?“, sagte Jo und zog Tori mit sich.

 

„Sie kommen mit mir. Sie werden vor den Erstklässlern in Ihre Häuser eingeteilt, vor der ganzen Schule. Nun kommen Sie mit.“

 

Professor McGonnagal, wie sie erfuhren, stieg mit ihren in eine Kutsche und die drei fuhren hinauf zum Schloss.

 

Die Halle füllte sich immer mehr mit den Schülern von Hogwarts.

Tori und Joana mussten in einem Nebenraum warten, bevor sie von Professor Dumbledore angekündigt worden sind.

 

Als die beiden Freundinnen die Halle betraten sah Tori, dass am Lehrertisch auch Professor Gorsemoor saß und ihnen zuwinkte und dabei grinste, wie sie es immer tat.

Tori fragte sich was sie denn hier machte.

 

„Toria Parker“, Dumbledore höchstpersönlich reif sie auf und zwinkerte ihr zu.

Wow, woher wusste er, dass sie es hasste Victoria genannt zu werden? , sie sich.

 

Tori setzte sich auf den Hocker und setze den Hut auf, wie es ihr McGonnagal vorher gesagt hatte.

 

-Ah ne Parker!

+Na, ganz toll! Jetzt hab ich auch noch Stimmen in meinem Kopf!

-Hey! Ich bin nicht nur eine Stimme, ich bin erstens ein Hut und zweitens werde ich über deine Zukunft in Hogwarts bestimmen.

+Aha! … Ich hab Hunger…

-Also, ich weiß ja nicht wie es dir so geht, aber soll ich dich nun in ein Haus stecken, oder willst du hier noch länger an Lasagne denken?

+Wahrscheinlich beides!

-Wird nicht frech!

+So bin ich nun mal.

-Ich weiß, ich kann in all deinen Erinnerungen sehen, dass du schon immer so warst. Außer damals mit den alten Damen!

+Hey, das ist ja wirklich unfair!

-So bin ich nun mal!

+Klau mir nicht meine Sätze!

-Okay okay. Also ich sehe bei dir Mut, oh ja und wie! Aber auch Intelligenz, wenn auch nicht ganz so viel…

+Hey, pass auf, was du sagst!

-Ja, ja schon gut! Du würdest für deine Freunde alles geben, sehr tapfer

                Ich glaube ich weiß in welches Haus ich dich stecke!

+Ach ja? Na dann…

-GRYFFINDOR

+Mann, musst du so schreien, da wird man ja taub!

-Das ist mein Job!

 

Tori wollte den alten Hut so schnell wie möglich loswerden und gab ihn an Joana weiter, die sich wie sie vorher auf den Stuhl setzte und ein ziemlich verwirrtes Gesicht machte.

Tori ging zum Gryffindor Tisch und setzte sich zu Ruby, die ihr gratulierte.

 

Auch Jo kam nach Gryffindor und Tori stürzte sich über Hühnchen, Erdäpfel und sonst noch allem Möglichen, das in ihrer Reichweite stand.

 

 

Nach dem Essen erhob sich Dumbledore und sagte: „Ich hoffe es hat euch geschmeckt. Und jetzt ab ins Bett. Bis auf Tori und Joana, ich muss noch mit euch sprechen.“

 

Verwirrt standen die beiden auf und gingen zum Lehrertisch, vor dem Dumbledore und Gorsemoor standen.

 

„John und Joseph haben mich gebeten, dass euer Zimmer so eingerichtet wird wie es in Salem war. Deswegen ist heute auch Professor Gorsemoor hier. Wie ihr ja wisst fängt dort das Schuljahr erst am Montag an.

Ich hoffe es wird euch gefallen.“, lächelte Dumbledore die beiden Mädchen an und ging voraus.

 

Tori, Jo und Professor Gorsemoor folgten dem alten Schuldirektor.

 

Sie gingen durch mindestens hundert Gänge, als sie endlich vor einem Portrait mit einer fetten Frau standen. Dumbledore sagte: „Zaubererschach. … Das müsst ihr euch gut merken, denn die fette Damen lässt sonst niemanden hinein, bevor sie nicht das Passwort gehört hat.“

 

Er betrat den Gemeinschaftsraum der Gryffindors und die anderen drei folgten ihm.

 

Vor einer Zimmertür, auf dem die Namen „Toria Parker“ und „Joana Moreno“ standen, hielten sie an.

 

„So das ist euer Zimmer! Ich hoffe es gefällt euch!“

 

Die Tür ging auf und Tori betrat den Raum.

Der Boden war mit alten Holzdielen ausgelegt und die Wände waren Rot und Gold.

 

An der gegenüberliegenden Wand war ein riesiges Fenster, neben dem, auf jeweils einer Seite, ein großes Himmelbett mit goldenem Baldachin stand.

 

Ein großer Schrank aus dunklem Holz war auch im Zimmer, neben dem eine Tür in das angrenzende Badezimmer war.

 

Tori war überwältigt. Es sah alles genauso aus wie in Salem.

 

„Danke“, meinte Joana und Tori nickte.

 

„Kein Problem. Gute Nacht und viel Spaß, morgen ist ja Samstag!“, grinste Dumbledore und ging aus dem Raum.

 

„Ich wünsch euch beiden dann auch eine gute Nacht und ein schönes Schuljahr. Ihr ward immerhin eine meiner besten Schülerinnen. Wir werden uns bestimmt irgendwann wieder sehen!“, sagte Professor Gorsemoor und ging auch aus dem Zimmer.

 

Das erste, das Tori machte, nachdem sie alleine waren, war, dass sie ihre Gitarre auspackte und auf ihren Ständer stellte.

 

Bald gingen die zwei schlafen und genossen die erste Nacht in ihrem neuen zu Hause auf Zeit.