“So, I won’t hesitate, no more, no more

It cannot wait, I’m sure

There’s no need to complicate

Our time is short

This is our fate, I’m yours…”

 

Das Fungphon von Tori klingelte.

 

Tori Parker tippte auf die Fläche in der Mitte und hielt es dann an ihr Ohr.

 

„Was gibt’s, Mum?“, fragte die 15-Jährige, die gerade mit ihrer besten Freundin Joana Moreno dabei war ihr absolutes Lieblingslied zu singen und dabei mit ihrer Gitarre zu spielen.

Die beiden Mädchen liebten es auf ihrem Lieblingsplatz, einem Felsen, von dem sie die Übersicht auf die ganze Gemeinde hatten, zu sitzen und mit ihren Gitarren zu spielen und dazu zu singen.

 

„Könnt ihr zwei nach Hause kommen? Dad fängt schon mit dem Grillen an!“, meinte Mirabelle Parker.

„Klar, Mum. Jo und ich sind so in 25 Minuten zu Hause!“, antwortete Tori ihrer Mutter und legte auf, nachdem sie sich mit einem „Bis gleich“ von ihr verabschiedet hatte.

 

„Tja, Tori, dann müssen wir unser Privatkonzert wohl bei dir fortsetzen!“, grinste Jo ihre beste Freundin an.

 

Die beiden 15-Jährigen drehten ihre Gitarren, nachdem sie aufgestanden waren, auf ihre Rücken und machten sich auf den Rückweg.

 

Die Sonne war gerade dabei unterzugehen.

 

Tori dachte daran, dass sie und Joana die besten Freundinnen seit ihrer Geburt waren.

Die beiden waren wirklich unzertrennlich.

 

Oft quatschten sie so lange, dass sie gar nicht mitbekamen, wie spät es dann eigentlich schon geworden ist.

Dann war die eine meistens zu faul nach Hause zu gehen, was nur 1 Haus weiter war, und schlief gleich bei der anderen.

 

Mit 9 bekam jede ihre erste Gitarre und beide waren sogleich in die Instrumente vernarrt gewesen.

 

Keine fuhr je in den Urlaub, ohne die Eltern davon zu überzeugen, dass ihre beste Freundin auch mit müsse, was dann auch so war.

Niemand konnte Tori und Jo auseinander bringen.

 

 

Die zwei redeten noch eine Weile über Merlin und die Welt und merkten so nicht, dass sie schon wieder in dem kleinen Ort namens Star’s Hollow waren.

 

„Wow! Was verbrennt denn dein Dad da? Vielleicht die Veilchen, die der Gärtner heuer noch nicht verbrannt hat!“, lachte Jo.

 

Tori grinste einfach nur.

Letztes Jahr hatte der Gärtner von Star’s Hollow die Veilchen verbrannt, die er nicht verkaufen konnte und dies hat so einen starken Rauch erzeugt, dass der ganze Ort damit voll war.

Man konnte fast die eigene Hand vor dem Gesicht nicht mehr sehen.

 

 

 

„Hey, da seid ihr ja! Haben schon auf euch gewartet!“, mampfte John, Tori’s Dad.

„Na jetzt sind wir ja da!“, lachten die zwei.

 

Nach dem Essen, als Mirabelle und Alena mit dem Abwasch fertig waren, sahen John und Joseph, Jo’s Dad, die beiden Mädchen ziemlich ernst an.

 

„Was ist denn?“, fragte Joana etwas nervös.

 

„Also, wir haben euch etwas zu sagen.“, meinte John.

 

„Ihr könnt nächstes Jahr nicht wieder nach Salem gehen“, sagte Alena traurig.

„WAS? WIESO?“

 

„Nun ja“, antwortete Joseph. „Professor Gorsemoor meinte, dass sie ein komplett neues Konzept einführen will. Wir wissen ja alle wie experimentierfreudig die Gute ist, nicht? Ich weiß selbst nicht genau was sie für ein neues Konzept einführen will, aber auf jeden Fall meinte sie, dass es für zwei so gute Schülerinnen wie euch bestimmt besser wäre, ich zitiere, wenn sie dem ganzen Trubel nicht beiwohnen müssten“, ahmte er die Stimme der Direktorin des Hexeninstitues von Salem nach.

John brach in einen Lachanfall aus.

 

„Mann, Belle, halt deinen Mann unter Kontrolle!“, lachte Joseph.

 

Diese grinste jedoch Jo’s Dad bloß an und klopfte Tori’s Dad auf den Rücken, da er sich während dem Lachen an einem Stück Kuchen verschluckt hatte.

 

„Schade. Salem ist echt ne gute Schule! Und die Lehrer waren auch total in Ordnung, auch wenn Tori ständig irgendwelche Auseinandersetzungen mit ihnen gehabt hatte“, meinte Joana grinsend, als sie daran dachte, was Tori doch immer alles angestellt hatte.

 

„Einmal, da gab sie Professor Millers, der eine Vorliebe für grünen Wackelpudding hatte, eine verzauberte Bertie Bott’s Bohne, die sehr verdächtig nach Habanera ausgesehen hat, in Form einer solchen Götterspeise und nun ja, wie soll ich sagen. Professor Millers ist aufgesprungen, durch die Halle gehopst und hat die ganze Zeit „Scharf, scharf, scharf“ geschrien“, erinnerte sie sich daran zurück.

 

Und diese Zeit an diesem Ort sollte nun vorbei sein?

Die Vorstellung daran, stimmte sogar Tori, die immer gemurrt hat, wenn sie aufstehen musste um noch rechtzeitig zum Unterricht zu kommen, traurig.

 

„Und wo sollen wir dann zur Schule gehen?“, wollte Jo natürlich sofort wissen.

 

„Die Gorsemoor meinte, dass für euch nur zwei Schulen in Frage kämen. Entweder Abu Maha in Ägypten oder Hogwarts in Schottland. Da ihr nicht arabisch sprechen könnt, dachten sich eure Mütter, Joseph und ich, dass Hogwarts wohl die beste Lösung für euch wäre. Und außerdem sind wir da auch gewesen, wäre Gorsemoor damals nicht schneller gewesen, wärt ihr auch nach Hogwarts gekommen.“

 

„Wow! Über Hogwarts hab ich schon so viele Geschichten gehört! Das muss wirklich ein fantastisches Schloss sein! Jetzt ist es doch gar nicht mehr ganz so schlimm, wie ich gedacht habe!“, meinte Jo.

 

Tori dachte daran, dass ihr so ziemlich alles egal wäre, Hauptsache sie würde nicht von Joana getrennt werden. Aber wenn sie auch nach Hogwarts sollte, dann war alles tutti paletti, wie sie so schön zu sagen pflegte.

 

Mit ihren Eltern redeten die beiden Teenager noch einige Zeit über die neue Schule.

 

Irgendwann, es musste schon weit nach Mitternacht gewesen sein, fiel Tori auf, dass ihre jüngere Schwester, Hilary, und Joana’s jüngerer Bruder, Jake, fehlten. Auch wenn dies ein wenig hart klingen mag, aber durch den ganzen Trubel mit der neuen Schule und so weiter, bemerkten es die beiden besten Freundinnen nicht.

 

„Die sehen sich einen Film an“, antwortete Mirabelle.

 

Tori war immer wieder froh darüber, dass Telo Vision, ein sehr berühmter magischer Erfinder, den magischen Filmeabspieler erfunden hat.

Er nannte ihn den Visionator 1000. Das war ein kleines Quadrat, zu dem man bloß Opera Sambora sagen musste, damit es sich auf eine 4 Quadratmeter große Fläche ausbreitete. Dann erschien die Gestalt eines Butlers der dann mit einer nasalierten Stimme fragte: „Sie wünschen?“.

Anschließend musste man nur noch den Titel des Films nennen und fertig!

 

„Achso“, antwortete Tori. „So lange?“

„Naja, ich wette deine Schwester zwingt ihn wieder dazu, mit ihr sämtliche Filme anzusehen, die ihr gefallen, du weißt ja wie sie so drauf ist“, lachte John.

 

„Naja, ich glaube wir sollten jetzt dann mal schlafen gehen! Sonst kommen die beiden Ladies morgen nicht aus dem Bett, wenn wir Schulsachen kaufen gehen!“, lachte John.

„Hast du morgen frei, Daddy?“, wollte Tori von ihrem Vater wissen, der daraufhin bestätigend nickte.

 

„Jep, und ich auch. Belle und Lena müssen arbeiten, ha ha!“, machte sich Joseph über Mirabelle und Alena lustig, die beide im St. Mungo – Krankenhaus in London arbeiteten.

John und Joseph waren Auroren.

 

Als Joseph und Alena dann endlich gehen wollten, wollte Joana nicht gehen. Und so blieb Jo bei Tori und übernachtete dort.

 

 

 

Am nächsten Morgen, als Tori noch tief im Träumeland war, hörte sie von ganz weit weg eine Stimme rufen: „Tori! Aufstehen!“

Aber diese Stimme, die wollte sie nicht hören.

Es war gerade noch so schön und überall hüpften so lustige Männer in Strumpfhosen herum, als sie ein kalter Wasserstrahl traf.

 

Sofort saß sie aufrecht im Bett und sah noch wie ihr Vater, ihre beste Freundin und ihre Schwester lachend aus ihrem Zimmer gingen.

 

Etwas angesäuert stand sie auf und suchte sich, jetzt doch komplett munter, ihre kurze hellblaue Jean, ein weißes Tank top, ihre dunkelgrüne Bluse und Unterwäsche zusammen und verschwand im Bad.

 

Nach einer ausgiebigen Dusche, Zähneputzen und schminken und so weiter, ging sie, nun wieder wie üblich gut drauf, in die Küche, wo schon Jo, John und Hilary saßen und frühstückten.

 

„Morgen“, flötete die 15 – Jährige Engländerin.

Die anderen grinsten Tori an.                    

 

„Na? Ausgeschlafen?“, grinste Joana ihre beste Freundin an.

„Bereit für die Winkelgasse?“

„Erst nach dem Frühstück!“

 

Gemeinsam mit Joseph, Jake und Hilary flohten John, Joana und Tori in die Winkelgasse um die Schulsachen von Jo und Tori für Hogwarts zu kaufen und von Jake und Hilary für Cardingford in Alaska.

 

Die beiden jüngeren wollten damals unbedingt dorthin, da sie auch sehr gute Freunde waren, jedoch nicht so stark wie Tori und Jo.

 

 

Zuerst gingen sie zu Florish and Blotts, dem Bücherladen in der Winkelgasse.

Als Tori bei dem Buch „Alles für die gestresste Teenager-Hexe“ vorbei kam, musste sie dieses natürlich sofort ansehen.

Darin waren jede Menge Schmink-, Frisuren- und andere wichtige Zauber für junge Hexen.

 

„Mann, Tori! Komm sonst sind wir in drei Tagen noch nicht mit Bücher kaufen fertig!“, meinte Hilary, als sie sah, dass ihre große Schwester schon wieder ein Zauberbuch gefunden hatte, dass völlig unnötig war.

 

„Daddy? Darf ich das Buch haben? Bitte, bitte!“

 

John seufzte und nickte. Er konnte fast nie seinen Töchtern etwas abschlagen, besonders wenn sie diesen Hundeblick aufsetzten. Da wurde er immer schwach.

 

„Also, da Tori jetzt ihr Buch hat, können wir ja endlich die anderen Bücher suchen!“, sagte Joana motiviert.

 

Die sechs suchten die Sachen und bezahlten. Da Hilary ihre Handtasche mithatte in der man so ziemlich den Inhalt eines Hauses hineinbrachte aber sie nicht an Gewicht zunahm, hatten sie auch nicht so viel zum schleppen.

 

Zu Madam Malkin mussten sie auch noch, denn Tori und Joana brauchten noch die Hogwarts Umhänge.

Danach brauchte die Truppe mal eine Pause, da es schon sehr heiß wurde, auch wenn sie in England waren, es war Ende Juli!

 

So setzten sie sich zu Florence Fortescue’s Eisladen und bestellten.

Tori wollte unbedingt einen Riesenbecher Zitroneneis.

 

„John, altes Haus! Dass man dich auch außerhalb des Büros sieht!“, sagte plötzlich eine männliche Stimme.

 

„Hey Jack! Was machst denn du hier?“, wollte Joseph wissen.

„Naja, James hat im magischen Rundfunk gehört, dass endlich der neue Rennbesen in den Läden ist und natürlich mussten wir sofort hier her und dieses Teil kaufen!“, lachte Jack Potter und er setzte sich mit seinem Sohn James an unseren Tisch.

 

„HEY! Tori! Dein Eis!“, rief Jake und grinste als die Angesprochene „WO?“ rief und dabei Florence fast aufs Kreuz legte.

„Achtung, Tori, sonst kannst du dir dein Eis sprichwörtlich in die Haare schmieren!“, lachte er.

„Na also DAS wollen wir ja nicht riskieren! Du weißt nicht wie anstrengend die sein kann, wenn sie auf ihre tägliche Portion Eis verzichten muss! Einmal, da ist den Hauselfen in Salem das Zitroneneis ausgegangen, die hat die ganze Zeit rumgequengelt, dass sie ja so einen Hunger hätte, dabei hat sie nicht einmal fünfzehn Minuten vorher zwei Teller Lasagne verdrückt.“, erzählte Joana.

 

Die anderen lachten, während Tori selig ihr Eis verspeiste.

 

„Genauso wie Sirius, was Dad?“, lachte James.

„Wer ischt dasch?“, fragte Tori mit vollem Mund.

„Mein bester Freund. Ich glaub, mit dem würdest du dich hervorragend verstehen!“, meinte James.

„Aha!“, sagte Tori und mampfte weiter ihr Eis.

 

 

Als die sechs dann auch noch die restlichen Schulsachen gekauft hatten, flohten alle zu den Parkers und Mirabelle, die schon wieder von der Arbeit zu hause war, da es schon nach 5 am Abend war, zauberte ein köstliches Abendessen.

 

 

 

 

Tori's Gitarre - Maton EM325C
Tori's Gitarre - Maton EM325C
Joana's Gitarre - Gibson Doves In Flight
Joana's Gitarre - Gibson Doves In Flight